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Während des pandemiebedingten Ausnahmezustands 2021 durften viele zum ersten Mal die Erfahrung machen, dass sich fehlende Präsenz vor Ort und intensive Zusammenarbeit nicht ausschließen. Dank High-Speed-Internet, mehr oder weniger funktionierenden Software-Tools und mobilen, digitalen Arbeitsumgebungen war die Ära des Homeoffice geboren. Ob diese Entwicklung die Meeting-Kultur wirklich nach vorn gebracht hat, sei mal dahingestellt – ausgenommen die Möglichkeit, das monologisierende Gegenüber im richtigen Moment stummzuschalten.
In der Tonbranche verhielt es sich dagegen etwas komplizierter. Denn professionelle Abhörumgebungen, Aufnahmeräume und umfassende Recording-Setups lassen sich nicht auf dem Küchentisch zusammenführen. Ortsunabhängiges Arbeiten mit Kopfhörern mag mangels Alternative eine akzeptable Option zur Studioabhöre darstellen, aber für umfangreichere Produktionen auf Distanz braucht es neben hochwertiger Technik an beiden Locations primär geringstmögliche Latenzen, insbesondere, wenn in Echtzeit klangliche Entscheidungen getroffen werden sollen. Aber ersetzen schnelle Internetverbindungen wirklich den persönlichen Kontakt?
Aktuell sind Remote-Produktionen aus der Welt der Tontechnik nicht mehr wegzudenken, allerdings mit signifikanten Unterschieden in puncto Grad und Art und Weise der Nutzung – je nach Branchenzweig. Wir haben das Thema Remote daher in dieser Ausgabe aus möglichst vielen unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Im Folgenden erwartet euch ein breites Spektrum an Beiträgen von Entwicklern, Anwendern und Skeptikern aus den Bereichen Studio, Live, Broadcast und Filmton. Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe!
Euer Redaktions-Team: Peter Kaminski, Nick Mavridis, Stefani Renner, Markus Thiel
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