Von K+H zum KH 310 II: Präzision als Prinzip
Wie aus einer gewachsenen Ingenieurstradition moderne 3-Wege-Referenzmonitore für Stereo-, Mehrkanal- und immersive Workflows entstanden.
Advertorial
Advertorial
Bei der Entwicklung eines Referenzlautsprechers stellen sich grundlegende Herausforderungen. Wie ermöglicht man Tonschaffenden, sichere Klangentscheidungen zu treffen? Diese Frage beschäftigte die Ingenieure von Klein + Hummel bereits vor fast 60 Jahren – und sie treibt die Entwickler von Neumann bis heute an.
1967 stellte Klein + Hummel mit dem OY einen der ersten aktiven Studiomonitore vor: dedizierte Verstärker für den Tieftonweg und den kombinierten Mittel-/Hochtonweg, kontrolliertes Abstrahlverhalten, ein konsequent abgestimmtes Gesamtsystem. Die Regielautsprecher aus Stuttgart-Kemnat wurden zum Standard in Rundfunkanstalten, Regieräumen und Übertragungswagen.
Dieser Philosophie entsprang auch der O 98: 1982 als kompakter aktiver 3-Wege-Monitor vorgestellt, kombinierte er hohe Linearität, geringe Verzerrung und präzise Impulswiedergabe für Studioqualität auch in kleinen Regieräumen.
In der Anordnung von Hoch-, Mittel- und Tieftöner ähnelt der O 98 frappierend dem heutigen KH 310 II. Selbst die Montagewinkel auf der Gehäuserückseite finden sich – äußerlich kaum verändert – auch bei aktuellen Neumann KH-Monitoren. Ein Detail, das sinnbildlich für die Stabilität des Grundkonzepts steht, während sich im Inneren fast alles wandelte.
Das Streben nach größter Sicherheit in klanglichen Entscheidungen zeigt sich über die folgenden Gerätegenerationen in vielen Aspekten: Der Klirrfaktor sinkt stetig, während der verzerrungsarm erreichbare Maximalpegel weiter steigt. Oszillogramme des Einschwingverhaltens sowie Frequenzgangmessungen belegen, wie konsequent Impulstreue und akustische Neutralität weiterentwickelt wurden. Um den Einfluss der Raumakustik zu verringern, wurde begonnen, die Abstrahlcharakteristik der Lautsprecher über Waveguides zu gestalten.
Als Neumann 2010 die Studiomonitor-Tradition von Klein + Hummel übernahm, blieb dieser Grundgedanke erhalten. Der KH 310 kombinierte erneut das kompakte geschlossene 3-Wege-Konzept mit niedriger Gruppenlaufzeit und einer dedizierten Mitteltonkalotte für hohe Auflösung im kritischen Sprach- und Gesangsbereich.
Neu ist auch das Schwestermodell KH 350 mit gleicher Treiberbestückung und DSP-Steuerung: Dessen fast doppelt so großes Bassreflexgehäuse ermöglicht die Wiedergabe bis 27 Hz (± 6 dB) und positioniert ihn als flexiblen 3-Wege-Fullrange-Monitor für Anwendungen mit größerem Hörabstand.
Vom O 98 bis zur neuen KH-Generation hat sich die Technik radikal gewandelt. Das Bestreben ist jedoch dasselbe geblieben: ein Werkzeug ohne Eigenklang, das Tonmeisterinnen und Tonmeistern zielsichere Entscheidungen ermöglicht.
60 Jahre Ingenieurstradition, ein Ziel.