La Traviata: Eine immersive Open-Air-Opernproduktion

Treffen der Regionalgruppe Berlin

Text, images: Andrew Levine

Block 1

Ende letzten Jahres hatte ich ein langes, informatives Gespräch mit Thomas Bonsack, dem Leiter der Audio- und Videoabteilung des Staatstheaters Braunschweig. Im Zuge dessen sprach ich meine Intention an, zukünftige Regionalgruppentreffen an wechselnden Orten durchzuführen, und Thomas bot mir den Besuch einer immersiven Open-Air-Veranstaltung an.

Block 2

Am FOH
Am FOH

Am 20. August war es so weit: Mit sechs Kolleg*innen trafen wir uns zunächst für eine Führung durch das große Haus des Staatstheaters. Von der imposanten Bühne ging es an den FOH-Platz, in das mit einem großen Fenster ausgestattete Studio, den Netzwerkraum und dann weiter in den Backstage-Bereich. Nach diesem Rundgang besuchten wir zudem die Schauspiel-Bühne im kleinen Haus.

Ton-Kabine hinter dem FOH
Ton-Kabine hinter dem FOH
Sieben in der Höhe variable Podien plus herablassbare Drehbühne mit Induktionsmotor
Sieben in der Höhe variable Podien plus herablassbare Drehbühne mit Induktionsmotor

Block 3

Drei Stunden später konnten wir in einer kurzen Mittagspause Snacks und Kaffee genießen, um anschließend gestärkt zum Schlossplatz zu spazieren, auf dem die Arena für das Braunschweig-Open-Air aufgebaut war. Unsere Gruppe von nunmehr zehn VDT-lern erhielt nach dem Besuch des aufwendig mikrofonierten Orchestergrabens eine detaillierte Einführung in die Konzeption der immersiven Beschallung inklusive Tracking der Solist*innen und deren akustischer Platzierung in Echtzeit.

Block 4

Im „Orchestergraben“
Im „Orchestergraben“
Mikrofonierung und Kamera-Set-ups
Mikrofonierung und Kamera-Set-ups
Tracking und virtuelle Positionierung mit TiMax
Tracking und virtuelle Positionierung mit TiMax

Block 5

Bühnenaufbau der Arena auf dem Burgplatz Braunschweig – Licht und Ton in 360°
Bühnenaufbau der Arena auf dem Burgplatz Braunschweig – Licht und Ton in 360°
Der FOH-Platz beim Open-Air
Der FOH-Platz beim Open-Air

Die anschließende Orchesterhauptprobe von Giuseppe Verdis Oper La Traviata wurde schließlich zum beeindruckenden Höhepunkt des Tages. Das Beschallungskonzept überzeugte auf ganzer Linie. Der Orchesterklang war ausgewogen, die rein akustischen Elemente wie der Chor mischten sich hervorragend mit den dezent verstärkten Solist*innen, und das Tracking sowie das 3D-Panning dieser bewegten Quellen führten insgesamt zu einer klanglich überzeugenden Darbietung.

Block 6

Vielen Dank noch einmal an unseren engagierten und super-kompetenten Gastgeber! Ich hoffe, wir können Thomas Bohnsack bald wieder besuchen!

Block 7

Block 8

Andrew Levine lernte im Alter von sechs Jahren die Violine kennen, sang in mehreren Chören und studierte ab 1986 als Solo-Tenor und Altus. Auf einen M.A. an der Universität Trier folgten AV-Produktionen mit dem Fokus auf Live-Aufnahmen in Stereo, Surround und 3D-Audio sowie Publikationen, Vorträge und Workshops im In- und Ausland. 2014 gewann er den Goldenen Bobby; aktuell ist er im VDT für die Regionalgruppe Nord und das Referat Musik- und Wortproduktion verantwortlich.