Statement des VDT zum Krieg in der Ukraine

Der VDT besitzt kein politisches Mandat. Aber: Zu dem, was wir tun, benötigen wir eine Zivilisation, aus der Kunst, Musik, Journalismus, Diskurs und Werte entstehen können. Erst dann hat unsere Arbeit als Tonmeister:innen überhaupt einen Sinn.

Alle diese Fundamente der Kultur sind durch den Angriffskrieg auf europäischem Boden bedroht. Um jetzt Farbe zu zeigen, bedarf es keines politischen Mandats. Die Menschen in der Ukraine benötigen jetzt unsere uneingeschränkte Solidarität.

Als traditionsreicher Verband erlebte der VDT in seiner über siebzigjährigen Geschichte über kalte Mauern, Grenzen und Ressentiments hinweg, wie eine gemeinsame Liebe zu Audio, Rundfunk und Technologie in Kunst und Kultur eine Weltgemeinschaft von Freunden schuf.

Mit Bestürzung erleben wir aktuell, wie unsere Freunde in Russland und der Ukraine grundlos und sinnlos gegeneinander in einen Bruderkrieg gedrängt werden. Vorangetrieben von wenigen russischen Führern, deren Interessen den Werten einer demokratisch freiheitlichen Welt diametral entgegenstehen, wie auch den Werten unserer russischen Kolleg:innen, wie wir immer wieder im fachlichen sowie menschlichen Austausch mit diesen erleben durften.

Welcher Weg zum Frieden gerade in diesem Moment der richtige ist, kann und möchte der VDT nicht beurteilen. Dass aber dieser Weg unverzüglich gefunden werden muss, steht für uns außer Frage.

Die Menschen aller Länder wünschen sich Frieden. Die Politik steht in der Verantwortung, alles daranzusetzen, jegliches Eskalieren von Gewalt und Krieg zu verhindern.

Daher unser Appell:

  • Sofortiger Stopp aller Gewalt, Zerstörung und des unmenschlichen Blutvergießens in der Ukraine
  • Umgehender Waffenstillstand
  • Wiederaufnahme der Gespräche und das Finden politischer Lösungen

Wir lieben unseren Beruf und leben für den schönen Ton. Aber wir wissen auch: Eine Welt im Krieg setzt andere Prioritäten.

Der Vorstand des VDT e. V.


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