Überbrückungshilfe kommt nicht an

Nur rund ein Prozent der rund 25 Milliarden Euro der Überbrückungshilfe sind während der Corona-Krise bisher bei den betroffenen Unternehmen angekommen. Das Hilfsprogramm der Regierung stand aufgrund seiner zahlreichen Hürden und Beschränkungen für Antragssteller deshalb zuletzt in der öffentlichen Kritik. Genauso hatte der VPLT zusammen mit anderen Verbänden dringend Korrekturen angemahnt, damit die Regierung Unternehmen und SEUs der Veranstaltungswirtschaft besser unterstützt.

Inzwischen hat die Regierung reagiert: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium der Finanzen haben sich darauf verständigt, wie das Programm in den nächsten Monaten fortgeführt werden soll. Überbrückungshilfen werden danach verlängert, ausgeweitet und vereinfacht. Es bleibt dabei, dass die Überbrückungshilfe für Unternehmen aus allen Branchen offensteht, die durch die Corona-Krise besonders betroffen sind. Um besonders die Unternehmen, bei denen das Geschäft durch behördliche Einschränkungen oder Hygiene- und Abstandsregeln immer noch stark beeinträchtigt ist, noch besser zu erreichen, werden folgende Änderungen am Programm vorgenommen:

1. Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder

  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

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