Streaming-Erlöse via Fanbase

Mit dem „Fan-powered royalties“-Konzept räumt der Streaming-Anbieter SoundCloud mit einem der wesentlichen Schwachpunkte des weltweiten Streaming-Geschäfts auf. Bisher kommen Streaming-Erlöse nämlich zu einem Großteil lediglich den Big-Playern im Musikbusiness und ihren jeweiligen Plattenfirmen zugute. Unabhängige Künstler*innen mit einer überschaubaren, aber dennoch treuen Basis von beispielsweise wenigen tausend Fans fielen dabei monetär durchs Raster.

Mit der Einführung von Fan-gestützten Ausschüttungen zahlt SoundCloud zukünftig jedem Künstler und jeder Künstlerin Tantiemen auf der Grundlage, wie viele Fans wie oft deren Musik hören. Vor allem Independent-Musiker*innen sollen von diesem Konzept nachhaltiger profitieren. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, mit dem Potential, Künstler*innen und Fans auch im Streaming-Bereich wieder unmittelbarer zusammenzubringen. Unserer Meinung nach darf dieses Konzept, das wir analog zu Direktvermarktungs-Initiativen wie Bandcamp sehen, gerne international Schule machen!

Auch für Konsumenten dürfte es zunehmend von Interesse sein, die Verwendung ihrer monatlichen Zahlungen an einen Dienstleister über das eigene Hörverhalten unmittelbar beeinflussen zu können.


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