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Unbürokratische Hilfen für Soloselbstständige und Betriebe angekündigt

Aufgrund rasant steigender Infektionen mit SARS-Cov-2 wird ab Montag dem 02.11.2020 das öffentliche Leben also zum zweiten Mal in diesem Jahr für mindestens einen Monat heruntergefahren. Das versetzt besonders der Veranstaltungs-, Ton- und Filmbranche, aber auch Künstlern sowie der Gastronomie einen weiteren, immensen wirtschaftlichen Schlag. Dank Aktionen wie #AlarmstufeRot und dem eindringlichen Appell der Branchenverbände scheint die Regierung andererseits die Situation vieler betroffener Selbständiger, Künstler und Unternehmen aus der Ton, Film und Veranstaltungsbranche mittlerweile besser verstanden zu haben. Die Ankündigung von Hilfen, die unbürokratisch bis zu 75% der Einnahmen des Vorjahresmonats (alternativ des gemittelten Jahresdurchschnitts) abdecken sollen, sind zumindest ein Indiz dafür, dass man aus den Versäumnissen der letzten Monate etwas gelernt und den Fokus erweitert hat. In wieweit diese Maßnahmen letztich tatsächlich im Stande sind, der aktuellen Dauerkrise der einzelnen Branchen Rechnung zu tragen und Existenzen nachhaltig zu sichern, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt noch abzuwarten.

Als problematisch könnte es sich in diesem Zusammenhang allerdings erweisen, wie eine Corona-bedingte Schließung des Betriebs definiert werden soll. Beim FOH-Techniker, für den im November sämtliche Konzerte ausbleiben, dürfte die Situation noch klar sein, beim Caterer, der noch ein paar Privatkunden nebenher bedient und somit seinen Betrieb nicht schließen muss oder kann, wird es trotz empfindlicher Einkommenseinbußen durch abgesagte Veranstaltungen schon schwieriger.

Es bleibt zu hoffen, dass auf die aktuell von Bund und Länderen gemachten Zusagen tatsächlich in kürzester Zeit unbürokratische und für alle Betroffenen faire Taten folgen, denn Vielen in der Branche und den davon abhängigen Berufszweigen steht das Wasser nun schon seit Wochen bis zum Hals. Eine Verlängerung der Maßnahmen, insofern sie denn umfassend greifen, wäre zum jetzigen Zeitpunkt bereits begrüßenswert.

Protokoll der Konferenz von Bund und Ländern vom 27.10. 20


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